Er.

„Weil ich die Vorstellung schön fand – und immer noch schön finde -, mit dir eine Familie zu gründen“, antwortete er etwas zögerlich auf meine Frage, was ihn dazu bewegte im Dezember diesen einen Satz auszusprechen. Meine Ankündigung zuvor, über Gefühle sprechen zu wollen, quittierte er erst mit einem skeptischen Blick. Er ist nicht gerade das, was man emotional nennt, ganz Sohn seines Vaters, aber er ist mit dem Herzen dabei, da braucht es keine Worte.
Heimlich steigen mir die Tränen in die Augen, dieses Mal vor Glück. Ich ziehe die Decke ein bisschen höher, damit er es nicht merkt und blinzle etwas öfter als sonst. Ich lege mich noch einmal in seinen Arm, schmiege mich an und werde ein bisschen ruhiger. Diese Wirkung hat nur er auf mich.
Innerhalb weniger Minuten durchlaufe ich eine breite Gefühlspalette, bis ich am Ende lauthals über den Quatsch des Freundes lachend neben ihm sitze, obwohl mir heute doch gar nicht nach Lachen zu Mute ist.

Ich bin dankbar. So dankbar.

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2 Kommentare zu “Er.

  1. Es gibt nichts Schöneres, als einen Moment des Glücks wegen erfüllter Liebe durchleben zu dürfen. In der Welt (insgesamt und in der Welt jedes Einzelnen) sollte es mehr dieser Momente geben.

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