Ausnahmezustand

Als Erinnerung an einige Tage in gefühlten einen Rekordsommer:

Die letzte Woche war es hier – wie im restlichen Deutschland auch – heiß. Brüllend heiß.
Ich liebe den Sommer, meine damit etwa 28 – 30 Grad. Alles deutlich über 30 Grad macht mich, auch dank niedrigem Blutdruck, bewegungsunfähig. Ganz zu schweigem vom akut eintretenden Zustand der Verflüssigung. Ich hasse es zu schwitzen! Beim Sport kann ich es ertragen, in allen anderen Situationen ist es mir unangenehm.
Bei 35° halbnackt im Schwimmbad, war es auch noch irgendwie erträglich, aber dummerweise mussten wir arbeiten, was das ganztägige Herumdümpeln im Wasser deutlich erschwerte und zusätzlich trieb die Sonne die Temperatur bis über 40° hinauf. Ächz.

Nachts kühlte es kaum merklich ab, aber man freut sich ja auch über 25° statt 26° in der Wohnung. Die kleinen Dinge! Die Hitze hatte bei mir extrem wenig Schlaf zur Folge. Spätestens um 4.00 Uhr war ich wach. So richtig. Mit etwa 4-5 Stunden Schlaf und denen nicht am Stück, fällt das Denken schwerer. Die Zeit nutzte ich, um die etwas kühlere Luft einzufangen und rechtzeitig zur die Schotten dicht zu machen. 

Das waren die guten Nächte. Es gab aber auch die, in denen ich ganze 2 Stunden in Häppchen schlief und diese im Grunde genommen auch nur dösend am Ranfe meines Bewusstseins verbrachte. Denken fällt da eher aus. Schlecht, wenn es bei der Arbeit gerade etwas kniffelig ist. Aber ich will mich nicht beschweren. Yay, es ist Sommer! “Und irgendwann kühlt es sicher noch ab“, dachte ich.

Es zogen 3 angekündigte Gewitter ungesehen an uns vorbei, die andernorts deutliche Abkühlung brachten. Ich hingegen begann selbst zu glühen. Ich habe nie, wirklich nie Fieber oder erhöhte Temperatur, außer jetzt.
Montag begannen die Halsschmerzen. Abends gesellten sich Gliederschmerzen und allgemeines Unwohlsein hinzu. Dienstag erwachte ich mit erhöhter Temperatur. Was man bei vorhergesagten 36° eben so brauchen kann.
Interessanterweise schwitze ich nicht. Im Gegenteil, mir war zwar innerlich heiß, aber mein Körper fühlte sich kühl an. So lag ich also den ganzen Tag in unserer abgedunkelten Wohnung (eine Sache, die ich gar nicht mag. Ich hasse es bei heruntergelassenen Rollläden im Dunkeln zu hocken, emwenn es draußen hell ist.) und wartete auf Besserung. Ich hatte den Eindruck zu verdursten, konnte aber kaum schlucken. Erst abends setzte das große Schwitzen ein. Ekelhaft!

Und dann kam es, die lang herbeigesehnte Abkühlung. Es begann endluch zu regnen, die Natur hatte das bitter nötig. Und ein Wind zog auf. Wir nutzten die Gunst der Stunde und rissen alle Fenster auf. Wer weiß schon wie lange es anhalten wird, das letzte angekündigte Unwetter brachte 5 Tropfen Regen.

Nun liege ich im Bett. Immer noch mit Temperatur und Schmerzen, aber mit einer angenehme Brise, die über meinen Körper hinweg fegt und beobachte den wolkenverhangener Himmel, der heute mildere Temperaturen verspricht. Danke.

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Ein Kommentar zu “Ausnahmezustand

  1. Ja, … war ganz schön heiß in den Tagen und …. ;-) sei froh, dass du bei dem Temperaturen noch nicht hochschwanger warst!!! ;-) Das hab ich bei meiner 1. SS so gehabt, … die letzten Wochen waren der Horror!

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