Sommerpause

Ein halbes Jahr lang konnte ich mich darauf freuen und schon sind die 10 Tage Sommerurlaub mit dem Freund wieder vorbei.

10 Tage voller just for me moments.

Wir verbrachten 3 Tage in meiner Studienstadt. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen! Wir besuchten den Ort, an dem das mit uns richtig begann. Bummelten durch die Stadt, besuchten den Zoo und gingen abends feiern. Wie in alten Zeiten!.

Anschließend verbrachten wir eine Woche an der Nordsee in einem kleinen, süßen Städtchen in Holland. Unser erster Holland Urlaub überhaupt! Darauf hatte ich mich sehr gefreut.
Anfangs musste ich erst einmal auf die Ruhe einstellen und runterfahren. Viel gibt es dort nicht, aber wenn man sich darauf einlassen kann, ist es einfach wunderbar.

Wir wohnten nur 200m vom Strand entfernt, wo wir viel Zeit verbrachten. Ich hatte mich auf schlechtes Wetter vorbereitet, aber der Wettergott meinte es dann doch gut mit uns. Immer wieder hatten wir blauen Himnel und an einem Tag war es richtig heiß und der Strand vollgepackt mit Menschen.
Das war irgendwie falsch.

Mir gefällt die Ruhe am Strand bei stürmischem Wetter sehr. Das Rauschen des Meeres und der Wind, der durch die Haare fegt. Nur so ist Nordsee richtig!

Wir gingen richtig viel am Meer spazieren. Beobachteten die Wellen und die Möwen. Oder schlenderten durch die Dünen. An einem Tag stürmte es so stark, dass man sich richtig gegen den Wind lehnen musste. Noch Stunden später, auf dem Sofa, fühlt ich mich als würde ich angepustet.

Einen Tag fuhren wir nach Schoorl in die Dünen, um etwas Fahrrad zu fahren. So eine tolle Landschaft. Einerseits Deich mit viel Grün und fast sumpfiger Umgebung (mit Windmühlen!) und andererseits Sand mit Lavendelsträuchern und eher kahler Umgebung und dazwischen viel Wald. Einfach toll!

Weniger lustig war der Gegenwind. Meine Fresse! Ich kam kaum dagegen an und war irgendwann echt fertig. Blöd nur, dass die Parkuhr abzulaufen drohte und wir noch ein gutes Stück vor uns hatten. Ich schickte den Freund vor, weil er deutlich schneller vom Fleck kam (mein Rad ging so schwer!).

Böser Fehler. Das war in etwa so als würde man in einem Horrofilm sagen “Lasst uns verschiedene Wege gehen. Und ich lauf durchs Maisfeld!“ Da war ich dann etwas zuviel “nur für mich“.
Ich habe mich so arg verfahren, dass ich erst 40 Minuten und völlig fertig nach dem Freund am Parkplatz ankam. Zwischendurch war ich mir nicht sicher, ob ich dort jemals ankommen würde. Madame Orientierungslos auf sich gestellt! Und ich hatte weder Handy dabei noch Handynumner des Freundes im Kopf. Außerdem gingen mit allmählich Lust und Kraft aus. Und Kreislauf. Ich sag’s euch, das war kein Spaß! Ich hoffte sehr, dass er einfach wartet.
Er – Gentleman, der er ist – wollte mir aber entgegen kommen und fand mich nicht mehr. Nervenkitzel pur!

Ich kann nicht beschreiben wie erleichtert und glücklich ich war als er 20 Minuten nach mir auf den Parkplatz fuhr. Ich hätte heulen können vor Erleichterung, wenn ich nicht so fertig gewesen wäre. Ich hab mich so gesorgt, konnre aber einfach nicht mehr. Jetzt kann ich auch drüber lachen!

Donnerstag nutzten wir das gute Wetter und fuhren nach Amsterdam. Was für eine Stadt! Der Freund schlug direkt vor noch mal und dann ein paar Tage hierher zu kommen! Diese krumm und schiefen Häuser am Wasser – einfach traumhaft.

Ich musste immer wieder an Paris (kleine Cafés) und New York (Architektur der Häuser) denken. Ich war dort zwar noch nie, aber die Assoziation war sofort da.
Irgendwann war ich ganz benebelt von all den Eindrücken – und dem Grasgeruch überall.

Ich wollte zwar auch mal ins Rotlichtviertel. Als wir dann aber zufällig dorthin kamen, bin ich erst mal ordentlich erschrocken als sich da eine Dame im Fenster räkelte. Die hatte ich gar nicht gesehen! Wir schlissen uns,einer Gruppe junger Kerle an und konnten so alles ganz ungestört ansehen. Verrückt!

Zum Abschluss besuchten wir das Anne Frank Haus. Dort wollte ich uuuunbedingt hin. Wir stellten uns an und warteten. Und warteten.Und warteten. Und dann war es soweit. Dieses Gefühl! Ich hatte durchgängig Gänsehaut angesichts dessen was diese Menschen erlebt haben. Das hat mich sehr bewegt und jede Minute des Anstehens war es wert.
Ehrfürchtig und erschöpft fuhren wir am frühen Abend zurück.

Es war so toll. Fernab von Alltag und Routine. Einfach in den Tag hinein leben ohne Plan, das wat toll. Und diese Ruhe! Als ich mich endlich darauf einlassen konnte,war ich so entspannt und gelassen. Ich hoffe, dass uns das noch eine Weile erhalten bleibt.

Eins ist sicher: wir kommen wieder!

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