Sehnsucht am Sonntag

Seit März habe ich nicht mehr über das geschrieben, was letztlich zu diesem Blog führte.

Es ist nicht so, dass die Sehnsucht weg wäre und der Kinderwunsch sich gelegt hat, nein, ganz gewiss nicht.

Aber es ist ruhiger geworden.
Emotional bin auch gerade sehr eingespannt. Es sind viele Dinge passiert, die ich für mich einordnen muss. Das bedarf etwas Zeit, weil ich ja immer alles durch analysieren muss. Es sind aber nicht nur doofe Dinge, die mich beschäftigen.

Das Leben beschäftigt mich einfach sehr und lässt die letzten Monate nicht viel Raum für anderes. Außerdem suche ich mir gezielt Ablenkung. So überlege ich mich beruflich weiterzubilden und stecke in der Planung, um einen anderen großenkleinen Traum wahr werden zu lassen. Mehr dazu gibt es dann, wenn es soweit ist.

Aber unter dem Schleier schlummert immer noch die Sehnsucht. Manchmal zuckt sie, manchmal bäumt sie sich auf wie bei einem schlechten Traum. Da tut es weh und ich es fühlt sich an als bewegen sich alle vorwärts, nur ich stehe hier und winke hinterher. Das ist ein ziemlich beschissenes Gefühl, um es mal deutlich zu sagen. Daher begrüße ich die Stille gerade. Denn meist ist die Sehnsucht einfach da, ohne besonders aufzufallen. Mein treuer Begleiter eben.

Vielleicht ist das auch nur die Ruhe vor dem Sturm. Wie auch immer, ich mag es lieber so als den Schmerz, der mir vor Augen hält, was fehlt.

Es ist eben wie es ist und da nehme ich es gerne an, dass ich mein Leben gerade so akzeptieren kann wie es ist. Mit all seinen Farben und Facetten. Im Moment hardere ich nicht damit, sondern kann es auf mich zukommen lassen.
Es ist noch nicht meine Zeit, aber sie wird kommen.
Und am Ende ergibt sich aus den Puzzleteilen ein Bild, fast wie von Zauberhand. Man muss nur Geduld haben.

Und das fällt mir in diesem Moment nicht allzu schwer.

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Ein Kommentar zu “Sehnsucht am Sonntag

  1. Wie sehr ich mich mit dem Gefühl des stehen bleibens identifizieren kann, liebe Frau Mümmel. Es schmerzt sehr.

    Vielen Dank für diese Worte, die endlich meine Gefühle in Worte fassen.

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