Jahreszeiten im Wandel – Sommer

Meine Erinnerung an den Sommer sind geprägt von langen Tagen, an denen man auch mal länger draußen spielen darf, weil es noch so hell ist. Ich denke an die vielen Nachmittage im Schwimmbad mit Freunden. Sofort steigt mir der Geruch von Chlor und Sonnencreme auf warmer Haut in die Nase. Und der unvergleichliche Pommesduft. Nirgends riechen Pommes so wie im Schwimmbad! Ich spüre den rauen Stein unter den Füßen. Erinnere mich an Unmengen von Wassermelone. Die Hitze. Es konnte gar nicht heiß genug sein! Sommerzeit war Schwimmbadzeit. Auch, wenn das Wetter nicht so toll war. Ich erinnere mich daran, wie ich mehr als einmal aus dem Wasser gefischt wurde, weil meine Lippen ganz blau waren. Davon habe ich nie etwas gespürt. Das Wasser war mein Element und ich konnte einfach nicht genug davon bekommen.

Ich erinnere mich wie wir draußen auf einer der vielen Wiesen in der Umgebung herum gestreunert sind. Es gab immer etwas zu entdecken. Mittags war die Wiese hinter dem Haus kaum zu erkennen. Ein Meer aus leuchtendem Löwenzahn machte sich dort breit. Wir stiegen den Hügel zum „Verbotenen Wald“ hinab und sammelten Bärlauch, ohne genau zu wissen, was das eigentlich ist. Aber es roch so gut! Es war eine tolle Zeit, mit den ganzen Kindern aus der Nachbarschaft. Mein persönliches Bullerbü.

Als Teenie haben wir die Nacht zum Tag gemacht. 6 Wochen Sommerferien! Mehr muss man doch gar nicht sagen, oder?

***

Heute genieße ich die Sonnenstrahlen auf der Haut. Ich mag es warm, stöhne aber bei längeren Hitzeperioden auch mal auf. Irgendwie war das im Schwimmbad besser zu ertragen, als im Büro. Ein kühles Getränk, lange auf dem Balkon sitzen oder durch die Innenstadt schlendern, die sich langsam etwas abkühlt.Grillen, Ausflüge machen und verreisen. In der Sonne liegen und lesen.
Es ist ein anderes Leben, aber nicht weniger schön.

***

Aber auch mein Blick hat sich verändert.
Und ich male mir immer wieder in den buntesten Farben aus, wie es wohl wäre, wenn wir unser kleines Wunschkind schon bei uns hätten.

Ob es wohl auch so eine kleine Wasserratte sein wird, wie ich es bin?
Ich sehe es mit tapsigen Schritten, bewaffnet mit Sonnenhut und Buddeleimer im Babybecken umher stapfen. Sehe, wie das Wasser von den kleinen Kinderfüßen aufgewühlt wird.
Ich stelle mir vor, wie wir gemeinsam Burgen bauen und Sandkuchen backen.
Wie wir fremde Welten erobern und Stockbrot grillen.

Ich bin unheimlich gespannt, wie es mal sein wird!

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