Tagebuch-5 ~ August 2013

Ich friere an den Schultern. Ich öffne meine Augen einen kleinen Spalt. Es ist schon hell, bald wird bestimmt der Wecker klingeln. Ich ziehe die Decke bis zum Kinn und schlafe noch einmal ein. Kurz darauf klingelt der Wecker. Es ist so muckelig gerade, dass ich beschließe noch ein paar Minuten liegen zu bleiben. Der Traum über den Fall, der mir aktuell auf dem Schreibtisch liegt, lässt mich dann aber doch schneller als geplant aufstehen.

Ich verabschiede mich vom Freund, der sich einfach noch mal umdreht und weiter schläft. Glückspilz. Nachdem ich mich fertig gemacht und mein Frühstück zusammen geschustert habe, verlasse ich das Haus.

Es ist kühl und mein Hals schmerzt ein wenig. Ich ziehe die Schultern nach oben und drehe im Auto die Heizung ein bisschen auf. Eine Stimme aus dem Radio erzählt mir, dass es heute wieder hochsommerlich werden soll. Es tut gut, dass davon jetzt noch nichts zu spüren ist.

Meine Arbeitskollegin ist bereits da. Eigentlich genieße ich die wenigen Minuten, die das Büro nur mir gehört, aber das Bett war einfach zu gemütlich.
Während der PC hochfährt, wurstle ich mich durch meinen Schreibtisch und verschaffe mir einen Überblick, was heute ansteht.

Dann beginnt der Arbeitstag. Ich lese Berichte, vervollständige meine Vermerke und Anschreiben. Währenddessen versuche ich immer wieder meinen Ansprechpartner zu erreichen. Es scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein diesen Menschen ans Telefon zu bekommen. Wenn er nicht der einzige wäre, der mir Auskunft erteilen kann, wäre es mir egal, aber so werde ich allmählich fuchsteufelswild. Wie soll man denn so arbeiten?
Ständig werden meine Versuche, die Sache zügig vom Tisch zu bekommen von anderen torpediert.

Ich bekomme Hunger. Der Blick auf die Uhr verrät, dass es Zeit für meine Mittagspause ist. Lasagne und Stephen K*ng versöhnen mich mit der Welt.

Ich erledige weiterhin Kleinkram. Schicke eine nicht mehr ganz so freundliche E-Mail auf den Weg und harre der Dinge, die da kommen werden.
Langsam aber sicher macht sich die drückende Mittagshitze im Büro breit.

Am Nachmittag verlasse ich mit Hitzekopfwummern das Büro. Wer früh kommt, kann früh gehen. Ein Hoch auf die Gleitzeit! Es ist schwül. Als ich die Autotür öffne, schlägt mir eine Hitzewelle entgegen. Die Luft vibriert.

Zuhause angekommen, schlüpfe ich in bequemere Kleidung und tue, was getan werden muss. Ich schnappe mir den Staubsauger und wirble mit ihm übers Parkett. Der Putzteufel hat mich voll im Griff und ich putze das Bad, die Spiegel, die Fronten, die Küche und überhaupt alles, was mir irgendwie zwischen die Finger kommt.

Als der Freund nach Hause kommt, bringen wir den Müll runter, gehen kurz bei der Post vorbei und noch einmal kurz einkaufen.

Danach essen wir gemütlich Fladenbrot mit eingelegten Kirschpaprika, Feta, Bärlauchcreme, Salat und Gemüse. Eine Abendessenschlemerei hoch 5.

Tag fertig. Ich auch.

Weitere Tagebuch-5 findet ihr hier.

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