Rock im Park

Musik ist Leben.
Und dieses Wochenende war voller Leben.

Es war voll und laut. Es war anstrengend und aufregend. Es war riesig. Und so sonnig.
Es war der HAMMER!

Es ist dem Zufall geschuldet, dass wir dort gelandet sind. Denn eigentlich wollte ich an ein kleineres Festival, das dann aber doch nicht stattfand. Angestachelt von der Idee suchte ich nach Alternativen und das Line up gefiel. Also mit dem Freund gesprochen und Karten gekauft. Und dann hieß es warten.

Ich war vorher nie an einem richtigen Konzert, geschweige denn an einem Festival. Und ich hatte keine Ahnung was ich da verpasst habe.

Erst war ich ja etwas skeptisch, ob das wirklich was für mich ist, aber das legte sich schnell. Das Zelten hätte ich nicht unbedingt haben brauchen, aber allein schon die Stimmung auf dem Zeltplatz ist was ganz Besonderes. Grundlose Beifallsstürme*, die wie eine Welle über den Platz laufen. „Helgaa!“-Rufe überall. Als verwöhntes Mädchen, hätte ich mir Rollläden gewünscht. So waren die Nächte recht kurz und ich am Sonntag dementsprechend müde, aber das gehört alles dazu.

Als wir Sonntag fuhren war es auch schon ganz schön siffig an manchen Stellen. Wir hatten mit unserem Zeltplatz aber echt Glück. Und dank Bezahl-Klos blieb mir auch die Dixie-Erfahrung erspart. Da bin ich schon sehr froh drum, denn schon nach wenigen Stunden machte sich von dort aus ein unglaublicher Gestank breit.

Ich hätte nie gedacht, dass das wirklich etwas für mich ist, aber ich bin völlig begeistert. Ich kann mich kaum beruhigen. So viele Eindrücke. Das Gelände ist so riesig, dass die Menschenmassen erst gar nicht richtig auffallen. Erst vor den Bühnen wurde mir bewusst, wie viele wir waren. So viele Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch waren alle aus dem gleichen Grund hier. Die Fußmärsche machten erst deutlich wie wie groß das Gelände ist. Der Freund und ich hatten einen Marsch von knapp 3 km vom Parkhaus bis zum Zeltplatz vor uns.

Ich habe viele tolle Bands gesehen. Habe mich von der Stimmung mitreißen lassen und fühlte mich so frei. Ich genoss die Sonne auf der Haut und dieses irrsinnige Gemeinschaftsgefühl, dass ich dort erlebt habe. Noch immer krabbelt mir die Gänsehaut über den Körper, wenn ich an die Auftritte denke. Die Bässe, die den Magen vibrieren lassen. Der erste Ton von „Through Glass“, der mir die Tränen in die Augen trieb, weil ich mir sehr gewünscht hatte, dass genau dieses Lied gespielt wird. Das Jubeln der Menge.

Leider machte das Wetter am Sonntag nicht mehr mit, sodass wir schon früh gefahren sind. Auf der Fahrt merkte ich dann erst richtig, wie müde ich war und war ein bisschen dankbar, dass wir nicht erst spät abends losgefahren sind. Und gleichzeitig ärgert es mich, weil ich einige Bands verpasst habe. Insbesondere Korn, die für mich mit vielen Erinnerungen behaftet sind.

Bei den TV-Aufnahmen von Rock am Ring wäre ich am liebsten ins Auto gestiegen und zurück gefahren. Ich kann von diesem Gefühl einfach nicht genug kriegen.

Ich habe aus diesem Wochenende so viel Energie gezogen. Ich habe gelacht. Ich habe das Leben gespürt. Ich fühlte mich frei. Es wurde gemeinsam getanzt, gerockt, gehüpft und gefeiert. Es war wie in einer anderen Welt. Alles drumherum hörte auf zu existieren. Es war eine sehr intensive Erfahrung für mich und ich bin so froh, dass ich sie doch noch gemacht habe. Schließlich war ich felsenfest davon überzeugt, dass das absolut nichts für mich ist. Und wie ich mich geirrt habe.

* Inzwischen vermute ich, dass der Beifall dem Mann galt, der die blau weißen Toiletten leerte ;o)

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2 Kommentare zu “Rock im Park

  1. Hihi, dann waren wir ja dieses Wochenende am selben Ort! :)
    Es war wirklich hammer schön, das Wetter war Klasse und einfach alles hat gestimmt :)
    Und bei Through Glass gings mir genau wie dir <3 Schön, dass du so eine tolle Zeit hattest!

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