Jahreszeiten im Wandel – Winter

Als Kind habe ich den Winter geliebt. Sobald Schnee lag, gab es kein halten mehr. Ich zog meinen roten Kunststoffschlitten hinter mir her, ganz egal, ob genug Schnee für eine Schlittenfahrt lag oder nicht. Diesen Schlitten habe ich an einem der schönsten Weihnachten bekommen. Wir waren mit Freunden meiner Eltern in Österreich auf einer Hütte. Wir ganz allein im Wald mit dem tiefen, frischen Schnee. Bis wir an der Hütte ankamen, waren wir Kinder schon völlig fertig Glücklich, aber ausgelaugt. Die Hüte war so toll. Wie man sich das eben so vorstellt. Stockbetten, überall Holz und ein Kamin! An heilig Abend bekamen alle Kinder einen Schlitten, die dann am nächsten Tag ausgiebig eingefahren wurden. Traumhaft!

Ich erinnere mich auch an die zwei Hügel in der Nähe der Wohnung, die ganz wunderbar zum Schlittenfahren geeignet waren. Immer wieder schleppten wir uns nach oben, um in Windeseile hinunter zu flitzen. Immer und immer wieder.

Und das schönste am Winter: Weihnachten!

Ich erinnere mich an die Nervosität und wie aufgeregt ich immer war. Wir gingen immer mit meiner Uromi in die Kirche, damals hat es mich oft genervt, weil ich lieber gleich Beschwerung wollte. Heute ist es für mich eine ganz tolle Kindheitserinnerung. Außerdem war der Kindergottesdienst jedes Mal wunderschön. Nach dem Kirchenbesuch lagen dann wie von Zauberhand die Geschenke unter dem Bäumchen. Ich weiß noch genau, wie erstaunt ich war. Das Essen war meistens auch schon fertig: Rollschinken mit Kartoffelsalat. Danach fand die Bescherung statt. Wir bespielten unsere Geschenke und manchmal schauten wir uns noch gemeinsam „Das letzte Einhorn“ an.
Die Weihnachtsfeiertage verbrachten wir dann meist mit dem Rest der Familie und viel leckerem Essen.

***

Heute ist der Winter für mich noch immer von einem kindlichen Zauber umgeben.
Mit viel Schnee kann ich nicht mehr allzu viel anfangen. Es sind eher bestimmte Momente, an denen ich mich daran erfreue. Im Dezember darf es schneien, am liebsten an Weihnachten, aber das Glück hatte ich bisher noch nicht oft. Es darf kalt sein, aber eben nur im Dezember. Auf alles andere, also die kalten Monate drum herum, könnte ich gut und gerne verzichten.

Das schönste am Winter ist für mich die Vorweihnachtszeit und natürlich Weihnachten selbst.

Ich liebe es anderen Freude zu bereiten. Ich überlege schon früh, wem ich was schenken könnte.
Das Einpacken wird geradezu zelebriert. Meistens bin ich so gespannt, ob sich der Beschenkte freut, dass ich es kaum abwarten kann. Überhaupt ist die Vorfreude in dieser besonderen Zeit ganz besonders hoch. Ich koste alles voll aus. Plätzchen backen, Weihnachtsfilme schauen und sich auf Weihnachten freuen.

Früher drehte sich alles um die Bescherung. Heute genieße ich die ganze Atmosphäre. Die Spannung und Vorfreude. Das Schmücken der Wohnung. Alles wird ein bisschen heimeliger. Das Kochen und Schmücken des Weihnachtsbaums mit dem Freund. Kuscheln und Kekse essen. Da ist so viel Harmonie und Liebe in der Luft. Die gemeinsame Zeit mit den Liebsten, die in dieser Zeit oft viel intensiver ist als sonst.

***

Aber noch etwas hat sich verändert. Automatisch und ohne, dass ich es lenken kann, sind
da diese Bilder. Ich sehe sehnsüchtig in die Zukunft.
Ich sehe den Freund und mich. Und unser Kind. Dieser kleine Mensch, der bisher nur in meinem Herzen wohnt. In Weihnachtszeit wird der Wunsch noch intensiver. Für mich ist die Weihnachtszeit Familienzeit schlechthin. Ich verbringe Heilig Abend mit dem Freund. Ganz gemütlich nur wir zwei. Ich erinnere mich daran, wie toll Weihnachten für mich als Kind war. Und ich kann es kaum erwarten das an mein Kind weiterzugeben. Weihnachten zu feiern als kleine Familie.

Ich möchte mit meinem Kind Schneeflocken mit der Zunge fangen. Kekse backen und gelegentlich rohen Teig naschen. Rote Bäckchen und Näschen. Die Kälte mit Kakao und frischen Keksen bekämpfen. Sich auf dem Sofa einmümmeln und Märchen vorlesen. Kuschelzeit. Mit dem kleinen Wunder ein paar Weihnachtsfilme sehen, die auch Mama schon gesehen hat.
Ich will diese pure Freude erleben. Staunende und leuchtende Augen, in denen sich die Lichter des Weihnachtsbaums spiegeln.
Ich will die Vorfreude meines Kindes spüren, wenn es die Ankunft des Christkinds kaum noch erwarten kann. Unterm Weihnachtsbaum sitzen und Geschenke auspacken. Gemeinsam aufgeregt sein. Ich will Kinderlachen hören. Gemeinsam Weihnachtslieder trällern.

Weihnachten mit eigenem Kind. Ich glaube nicht, dass es etwas Schöneres geben kann.

Bis es soweit ist, werde ich die Zweisamkeit mit dem Freund in vollen Zügen genießen. Ich bin glücklich. Und sehr dankbar ihn an meiner Seite zu wissen.
Es ist schön mit ihm zusammen das Weihnachten feiern, wie wir es uns vorstellen. Eine Mischung aus Ritualen unserer Familien, gewürzt mit einer eigenen Note. Mit viel Liebe und einem echten Weihnachtsbaum.

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Ich wünsche euch und euren Liebsten ein besinnliches Weihnachtsfest. Ohne Stress und mit umso mehr Harmonie und Liebe. Lasst euch verzaubern!

Unbenannt

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