Zukunftsbilder

In meinem Kopf schwirren so viele Gedanken. Die Stimmung, die mit ihnen schwingt, passt nicht zu dieser Zeit. Deshalb überlege ich, ob ich sie raus lassen soll. Ich hardere mit mir und lande doch immer wieder hier.

Ich versuche die Gefühle in Wörter zu gießen, die mich die letzten Wochen begleiten.

Aber es klappt einfach nicht.

Manchmal tut es so weh, dass ich mich frage, wie ich das noch aushalten soll.

Mir fehlt dieser kleine Mensch in unserer Mitte.

Und jetzt um die Weihnachtszeit schmerzt es noch mehr. Heute ist Heilig Abend, ich kann nicht beschreiben, wie sehr ich mir wünsche diesen Tag mit meiner eigenen kleinen Familie teilen feiern zu können.

Kinder machen Weihnachten erst richtig zu dem was es ist. Ein Fest der Liebe.

Ich freue mich sehr auf den Abend mit dem Freund.

Wir werden lecker Essen, Bescherung unter dem Weihnachtsbaum veranstalten und uns später einen Film ansehen.

Ich genieße die Zeit mit ihm, aber ich merke wie es dennoch an mir nagt.

Ich liebe diesen Menschen so sehr. Aber mit einem Kind würde das Glück vollendet.

Die Krone auf der Spitze sozusagen.

Ich träume davon diesen kleinen Menschen um mich zu haben, der schon so lange in meinem Herzen wohnt.

Sehe dieses Herzenskind vor mir:

Die Augen, die beim Anblick des Weihnachtsbaums, den wir zuvor gemeinsam geschmückt haben, beginnen zu leuchten. Das Menschlein, dessen kleine Füße völlig aufgeregt durch die Wohnung trappeln.

Wie es immer wieder ins Wohnzimmer schleicht, in der Hoffnung das Christkind dabei zu erwischen, wie es Geschenke unter den Baum legt.

Wie es mit roten Wangen und glitzernden Augen mit dem knisternden Geschenkpapier spielt und alles um sich herum vergisst. Die Geschenke erst später richtig wahrnimmt. Aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Und irgendwann völlig erschöpft von diesem aufregenden Tag einschläft.

Diese Bilder sind schmerzhaft und tröstend zugleich. Denn ich weiß tief im Innern, dass es irgendwann Wirklichkeit werden wird. Manchmal ist leichter von der Zukunft zu träumen als die Realität zu ertragen. Diese Zukunftsbilder machen den Schmerz erträglicher.

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5 Kommentare zu “Zukunftsbilder

  1. Ach.
    Was soll ich noch sagen?
    Ich bin unendlich froh, dass wir uns „kennen gelernt haben“ (bald ja auch in Echt?! :) ). Du sprichst mir aus der Seele, mehr noch, aus dem Herzen. Ich hatte ein wunderwunderschönes Weihnachtsfest gestern, aber genau wie du träume ich davon, wie es wird, wenn unser kleiner Mensch dabei sein wird. Weißt du, gerade weil wir unseren Herzenswunsch schon so lange mit uns tragen, werden wir einfach tolle Mamas sein. Sicherlich keine perfekten, aber der kleine Mensch wird eine Familie bekommen, wie er sich keine bessere wünschen kann. Einfach weil wir für immer mit dem ganzen Herzen dabei sein werden.
    Ich werde in nächster Zeit wohl auch meine Gedanken verschriftlichen müssen, sie müssen raus. Raus aus dem kopf, raus aus dem Herzen. Und ich hoffe für uns beide, dass es nicht mehr all zu viele Weihnachtsfeste sein werden, die der kleine Mensch nur in unseren Herzen erlebt.
    Ich drücke dich fest, kleine Träumermama.

  2. Pingback: Weihnachts-Herzgedanken. « Septemberherz

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