Changes

Als ich letzte Woche die Sachen des kleinen Mannes in der Kita zusammen klaubte, wurde mir bewusst, dass er nun schon 6 Monate so in der Kita ist. Die Eingewöhnung ging lange und so komplett ist er seit Mai/Juni eingewöhnt, aber dennoch begann vor über 6 Monaten ein ganz neuer Abschnitt in unserem Leben.

Das hat viel herumgewirbelt und ich will nicht lügen, dieses Arbeiten ist gar nicht immer so einfach. Wenn die Nächte übel sind oder die Tage insgesamt sehr voll. Denn das sind sie schon. Die Struktur, die mir dieser neue Alltag gibt,tut uns gut, aber flexibel ist anders.

Anfangs fühlte ich mich eingesperrt, weil ich nun nicht mehr frei über meine Zeit verfügen konnte. Aber das Gefühl legte sich bald. Es ist eben so.

Inzwischen haben wir uns eingegroovt und ich bin überrascht, was man alles schaffen kann, denn als ich komplett Zuhause war, sah das anders aus. Da gab es oft Tage,an denen ich um 15 Uhr weder gegessen noch die Haare gekämmt hatte, ohne genau sagen zu können,woran es scheiterte, denn da war ja nur ein Baby.

Ich gehe gerne arbeiten. Ich mag meinen Job, meine Kollegen, andere Themen zu haben. Aber manchmal bin ich auch traurig, dass wir nicht mehr so viel Zeit miteibander verbringen, der Kleine und ich. Das piekst ein bisschen und auch das schlechte Gewissen klopft dann an – bis ich sehe wie gern mein Kind in die Kita geht. Er liebt es andere Kinder um sich zu haben.

Es ändert sich ständig etwas, aber mein innerer Monk jubelt bei dem neuen Rhythmus und beginnt hinsichtlich der gewonnenen Struktur freudig zu quietschen. Es ware manchmsl schön, ware es eon wenig lockerer, aber bis jetzt klappt es eigentlich meistens ganz gut. Ein Hoch auf zwei relativ bis sehr flexible Arbeitgeber, anders wäre es gar nicht denkbar.

Nur ein wenig längere Tage wären schön, für anderes, wie das hier. Das fehlt mir nämlich, zu erzählen gäbe es wirklich genug.
Der Kleine wirbelt durch unser Leben, lernt so unglaublich viel und schnell. Duese Kleinkindzeit ist so genial und dass er nun beginnt zu sprechen, ist unheimlich niedlich. Ich hoffe, dass hier bald ein wenig mehr Ruhe einkehrt, ich wollte nur sagen: ich bin noch da.

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Sommer

Wer hier eine Weile mitliest, weiß dass ich kein Freund großer Hitze bin. Nicht mehr.
Früher konnte es nicht heiß genug sein, jetzt lechzt mein Körper nach Schatten und Abkühlung. Vielleicht ist es das Alter, wer weiß.

Aber als ich auf dem Spielplatz saß und meinem kleinen Jungen zusah, wie er von oben bis unten durchnässt mit beiden Händen im Matsch wühlte, da zog ein Hauch meiner eigenen Kindheit an mir vorbei und ich spürte das Glück durch meinen Körper rauschen.

Das ist es, was ich als Kind liebte. Die Freiheit, ohne viele Schichten Kleidung einfach draußen zu toben. Wie verrückt mit Wasser zu plantschen und wenn es daneben geht und man patschnass ist, ist es egal, denn innerhalb kürzester Zeit ist alles wieder trocken.
Es gibt süßes, eiskaltes Obst zu naschen und ab und zu ein Eis. Es riecht nach Sonnencreme und Schwimmbadpommes.

Ich habe den Sommer lange nicht mehr so genossen wie diesen – obwohl ich mit der Hitze zu kämpfen hatte und alles jenseits der 30 Grad einfach zu viel für mich ist. Ich stehe nicht so sehr auf Matsch und Sand überall und dennoch oder vielleicht gerade deshalb war es der schönste Sommer seit langem.

Ich verbringe viel Zeit an der frischen Luft und beobachte mein Kind beim Glücklichsein. Dieses Strahlen auf seinem Gesicht lässt mich manchmal sprachlos zurück. Ich sauge alles auf wie ein Schwamm: die kleinen Zehen, die im Sand versinken. Die Gießkanne, die ihm so viel Freude bereitet. Sein Lachen. Das klebrige Gesicht und die noch klebrigeren Finger. Sand überall. Und ich meine überall, egal wie oft man alles ausgeschüttelt hat. Und abends ein nach Sonne riechendes, kaputt gespieltes Kind im Arm, das selig vor sich hin schnorchelt.

So habe ich mir den Sommer mit Kund vorgestellt. Aber in echt ist es sogar noch viel besser.

Stimmungswechsel

Die ersten kühleren Tage seit der Hitzewelle.
Ich genieße es, wieder atmen zu können. Ich bin kein Freund großer Hitze, auch wenn ich den Sommer dank meines Kleinkindes deutluch mehr genieße. Ich freue mich über sonnige, weiterhin warme Tage, aber auch über die kühlen Temperaturen in der Nacht, die mich am Morgen noch frösteln lassen.

Ich wickle mich ein bisschen enger ein, hole tief Luft. Ich kann den Herbst spüren, er ist so greifbar, obwohl doch noch ein Stückchen Sommer vor uns liegt .
Mein Tagebuch verrät mir, dass sich letztes Jahr zu exakt der gleichen Zeit die Vorfreude auf den Herbst breit gemacht hat. Es wird wieder Zeit für Kerzen und Kürbis. Etwas mehr Ruhe, Behaglichkeit.
Ich freue mich so auf die Farben und darauf dieses Naturspektakel mit meinem Sohn teilen zu können.

Doch, ich bin dann bereit.

#MakingMemories

Du läufst durch das Wasser, mit jedem Schritt spritzt du es vor dir her. Du hast so viel Freude daran und läufst noch ein kleines bisschen schneller. Wasser ist dein Element. Du wirst nicht müde, deinen Eimer zu füllen und wieder auszukippen. Dazwischen beobachtest du die anderen Kinder, die genauso viel Spaß haben wie du.

Du sitzt auf meinem Schoß. Eingemummelt in deinen Badeponcho, kuschelst du dich an mich. Ich spüre deine Wärme und du lehnst deinen Kopf an meine Schulter. Es riecht nach Chlor, Pommes und Sonne. Du mümmelst hingebungsvoll an der Wassermelone und stippst zwischendurch deine Brezel in den Quark. Es interessiert nicht, dass du Ohr zu Ohr verschmiert bist, denn du strahlst und das ist alles, was ich gerade sehe.

Das ist der Stoff aus dem Erinnerungen sind. Das, was ich mit dir erlebe, erinnert mich an meine Kindheit und ich wünsche mir, dass es auch deine werden.

KiTa-Update

Das letzte Mal als ich davon berichtete, ist schon eine Weile her. Seitdem hat sich einiges getan, deshalb wird es Zeit für ein letztes KiTa-Update.

Die Eingewöhnung ist komplett abgeschlossen.
Der kleine Mann hielt zuverlässig bis zum Mittagessen durch. Ich holte ihn ab und legte ihn Zuhause hin. Nach ein paar Tagen wagten wir den ersten Schlafversuch. Wir vereinbarten, dass sie versuchen ihn hinzulegen, sollte es bis 12 Uhr klappen, rufen sie mich an.
Ich glaubte nicht so recht, dass es klappt und war schon auf dem Weg in die KiTa als das Smartphone klingtelte. Er schlief! Wahnsinn!
Und von da an lief es.
Er wird in seinem Kinderwagen in den den Schlaf geschunkelt und schläft dann meist zwischen 1,5-2 Stunden je nach Müdigkeit und wie viele Kinder wach sind. Ich staune wirklich jedes Mal, wenn ich das höre. Wenn er wach wird, steht meistens M., ein Mädchen der Gruppe, bereit uns macht Späße mit ihm. Ehrlich, das ist einfach zu schön anzusehen.

An manchen Tagen schläft er sogar noch, wenn ich ihn abhole und schläft auch weiter. So ein KiTa-Alltag ist anstrengend.

Der Kleine geht wirklich gerne in die KiTa. Jeden Morgen wird er von den Erzieherinnen begrüßt und auch die anderen Kinder freuen sich ihn zu sehen. Besonders der kleine A. hat den kleinen Mann ins Herz geschlossen und freut sich sehr ihn morgens zu sehen. Auch wenn wir spazierengehen, wird er immer öfter erkannt und aufgeregt begrüßt.
Die Erzieherinnen sind so herzlich und freuen sich ebenso wie die Kinder über jeden noch so kleinen Entwicklungsschritt.

Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass er plötzlich so richtig dort ist. Es winkt morgens allen Erzieherinnen zu, bewegt sich so selbstverständlich im Raum. Er lernt täglich dazu. Der kleine Mann hat unheimlich viel Energie und ich habe den Eindruck, dass es ihm wirklich gut tut dort zu sein. Ich kann den ganzen Tag mit ihm spielen und draußen unterwegs sein, aber er liebt Kinder! Es ist etwas völlig anderes, ob er mit 9 anderen Kindern umhertoben kann oder mit mir. Und es macht mich glücklich, dass es so ist. Dass wir beide beides genießen können.

Mittlerweile können sogar andere Erzieherinnen die Mittagsschicht übernehmen ohne dass sich der kleine Mann daran stört. Freitags arbeitet seine Bezugserzieherin nicht und auch das kann ihn nicht mehr irritieren. Auch das erleichtert mich ungemein.

Ich mag die Kita. Der Kleine auch. Das ist großartig!

Nur das Abschlussgespräch steht noch auf, das kam wegen Personalengpässen noch nicht zustande.

Piep.

Ich bin noch da. Irgendwie.

Es ist nicht so als hätte ich nichts zu erzählen, im Gegenteil! Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, ich arbeite wieder und der kleine Mann entwickelt sich gerade rasend schnell.

Aber zwischen all den Dingen und dem bombigen Wetter ist gerade wenig Zeit für den Blog und abends, ja, da brauche ich auch mal eine Pause.

Und dann war da ja noch die DSGVO und die Tatsache, dass ich mich damit erst noch auseinander setzen muss.

Ich bin noch da. Und ich erzähle auch bald wieder mehr (hoffentlich).

Hoch die Hände, Wochenende! (WMDEDGT 5/2018)

Das Wochenende beginnt nach einer ganz guten Nacht um halb sieben. Woohoo!
Ich könnte da zwar noch ein bisschen länger schlafen können, aber der kleine Herr kennt kein Erbarmen. Er sitzt im Bett und schenkt mir sein bezauberndes Kleiner-Junge-Grinsen. Bevor wir aufstehen, kuscheln und stillen wir noch ein kleines bisschen.

Wir beginnen unsere Morgenroutine. Anziehen, Windel wechseln, Zähne putzen.
Als wir beide fertig sind, erledige ich ein wenig liegen gebliebenen Haushalt. Der Freund zieht das Bett ab, ich beziehe es neu, während der kleine Mann zwischen den Laken hin und her rollt und sich vor lachen kugelt. Knutschkugel, der! Dann startet der Kleine die Waschmaschine und ich putze fix das Klo. Läuft.

Zeit für Frühstück! Es sind noch Erdbeeren da. Was könnte da passender sein als ein Pancake-Frühstück? Moah! Da könnte ich mich wirklich reinsetzen. Sogar der Kleine langt zu und verschlingt einen Pancake, etwas Banane und ein paar Erdbeeren. So viel hat er schon lange nicht mehr gegessen. Das freut mich so!
Wir machen uns fertig, ich hänge die Wäsche auf und dann fahren wir auf den Markt.

Eigentlich fehlen nur ein paar Äpfel, aber ich kann einfach nicht an den Erdbeeren und dem grünen Spargel vorbeigehen. Ich liebe grünen Spargel! Der Freund legt den obligatorischen Stopp beim Fischdealer ein, um sich ein Forellenbrötchen zu kaufen, das er dann zusammen mit dem Kleinen mümmelt. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, dass der Kleine so auf den Fisch abfährt. Er scheint langsam wieder Hunger zu bekommen, denn er verschlingt auch noch den Pancake, den ich vorsorglich eingepackt habe.

Ich möchte noch gerne in die Waschanlage. Auf dem Weg dorthin schläft der Kleine ein. Das ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Immerhin habe ich nun ein sauberes Auto! Zuhause versuche ich den Kleinen schlafend ins Bett zu bringen. Sagen wir es mal so: Haha! Er verschlief das Abschnallen, das war’s dann aber auch. Bis wir in der Wohnung waren, war das Kind wach und quietschfidel. Jeder Versuch ihn nochmal hinzulegen, scheiterten.

Ich wickle ihn und poliere schnell noch die gefetteten Schühchen, während der Freund das Mittagessen vorbereitet. Es gibt Fusilli Aglio e Olio mit grünem Spargel und viiiieeel Parmesan. Moah! Daran könnte ich mich glatt totfressen. So lecker!
Ich fische das Kind aus dem Stuhl und versuche die Spuren des Desserts (Erdbeeren und Wassermelone) vom Kind zu entfernen. Er hat einen Kleiderwechsel gewonnen.
Ich liebe das Wetter! Die Wäsche vom Vormittag ist schon trocken und so kann ich die nächste Wäscheladung starten. Der Kleine drückt ganz begeistert das Knöpfchen und erfreut sich am Kinderkino.
Nach dem Essen ist vor dem Saugen, also wirble ich vor dem nächsten Schlafversuch durch die Wohnung.

Versuch Nummer zwei scheitert trotz deutlichen Müdigkeitsanzeichen. Keine Chance. Die Wäsche ist fertig und möchte aufgehängt werden. Gesagt, getan. Und noch mehr Müdigkeitsanzeichen, aber nein, er möchte nicht schlafen. Genug der Versuche, wir gehen nun raus. Schlaf nach 15:30 Uhr sorgt dafür, dass er gar nichts mehr ins Bett möchte, dann bleibt er jetzt eben wach.
Wir spazieren auf den Piratenspielplatz, wo der Kleine durch die Sandkiste fegt und versucht die Rutsche hochzukrabbeln. Er liebt es zu rutschen. Leider sind die Rutschen auf den meisten Spielplätzen hier nicht begehbar, wenn man nicht selbst klettern kann. Mit Kleinkind auf dem Arm ist das aber leider nicht möglich. Umso mehr Spaß hatte er, dass es hier klappt.
Ein paar Kinder haben die Wasserpumpe aktiviert. Ich habe alle Hände voll zu tun, den Kleinen davon abzuhalten kopfüber im Matsch zu versinken. Er liebt Wasser!

Um 17 Uhr gehen wir mit einem kleinen, dreckigen Kind nach Hause. Wir waschen Sonnencreme und Sand von Händen, Füßen und Gesicht. Dann gibt es Abendbrot. Wieder pickt der Kleine nur ein bisschen im Essen herum. Ein großer Esser ist er wirklich nicht. Danach mache ich ihn bettfertig, putzen die Zähnchen und spielen noch eine Runde, ehe es etwas früher als sonst ins Bett geht.

Wir kuscheln uns ins Bett und stillen. Innerhalb von 10 Minuten ist der Kleine eingeschlafen. So schnell ging das schon lange nicht mehr.
Feierabend! Zeit für Couch und Modern Family.

Weitere Tagebucheinträge gibt es wie an jedem 5. des Monats bei Frau Brüllen.

Eingewöhnt

Es ist still hier. Sehr still. Aber ich komme einfach nicht zum Bloggen.
Gerade passieren ein paar unvorhersehbare Dinge, die mich ein bisschen ins Rotieren bringen. Davor genoss ich die Elternzeit in vollen Zügen und erfreute mich an der neuen Routine, die dafür sorgte, dass ich meinen Ansprüchen wieder genügte. Es lief endlich so, wie ich es lange versucht hatte, hinzubekommen.
Dazwischen blieb aber nicht viel Zeit und abends war ich müde. Wie dem auch sei, es stehen noch einige Posts aus, mal sehen, ob ich die jemals fertig bekomme.

Wovon ich aber unbedingt berichten wollte, ist der aktuelle Stand der Eingewöhnung.

Ziel war es, dass der kleine Mann bis zum Ende meiner Elternzeit bis 11:30 Uhr in der KiTa bleibt. Das reicht schon, damit ich ins Büro fahren und kann. Sollte er sogar schon doer schlafen, wäre das grandios, aber absolut nicht notwendig. Das nahm viel Druck aus der Sache, aber ich war dennoch fürchterlich angespannt. Es wollte nicht so recht voran gehen.

Jeden Morgen weinte und klammerte der Kleine als ich ging. Noch ehe ich den Kinderwagen vor den Gruppenraum gestellt hatte, hatte er sich beruhigt, aber mir fiel es jeden Morgen unheimlich schwer ihn loszulassen, obwohl ich uns beiden immer gut zuredete. Darüber hinaus blieb es bis Mitte April immer noch nur etwa 1,5 Stunden. Ich hatte den Eindruck, die Erzieherin traute sich nicht wirklich, denn sie wollte ihn nicht überfordern. Müde war zu der Zeit immer und inzwischen ist ja bekannt, dass der Kleine nicht unbedingt eines dieser Kinder ist, die einfach schlafen, wenn sie müde sind. Ich wollte nicht drängen, aber die Zeit arbeitete gegen uns. Ich wurde zunehmend unruhig, der Freund beantragte zur Sicherheit Elternzeit, um es auffangen zu können, sollte der Kleine noch länger für die Eingewöhnung brauchen.

Ab etwa 9:45 Uhr gehen die Erzieherinnen mit den Kleinen nach draußen. Ein Umbruch, der wohl auch mal etwas schwerer fällt. Der nächste Schritt war also den Kleinen bis 10:30 Uhr in der KiTa zu lassen. Ich war beim ersten Versuch unheimlich nervös, aber es klappte echt gut. Er war zwar sehr müde, aber ich holte jeden Tag ein fröhliches Kind ab. Sein Kinderwagen half ihm unheimlich. Er nutzte ihn als seinen sicheren Hafen, zeigte wohl darauf, wenn es ihm zu viel war und machte eine Pause, bis er wieder ins Spiel einstieg. Das klappte wirklich sehr gut, ich war total baff. Nur schlafen wollte er nicht.

Ich sprach ganz viel mit dem kleinen Mann. Ich erzählte ihm von der KiTa. Erklärte ihm, dass es ok sei, wenn er traurig ist, dass ich gehe, aber er auch sehr gerne dort spielen darf, weil ich ihn jeden Tag abholen komme und mich sehr auf ihn freue. Ich wiederholte es fast mantraartig. Und dann passierte es:
Letzte Woche Montag ging der kleine Mann freiwillig auf den Arm der Erzieherin. Wir waren beide ganz baff. Ich kann nicht sagen, wer sich mehr darüber gefreut hat, sie oder ich. Aber mich macht das unheimlich glücklich. Am Ende der Woche streckte er sogar den Arm nach ihr aus.

Dienstag versuchten wir dann den großen Schritt. Ich sollte den Kleinen um halb 12 abholen. Sollte es nicht klappen, würden sie mich anrufen. Soweit so gut. Ab halb 11 hatte ich aber keine Ruhe mehr. Also machte ich mich fertig und schlich vor der KiTa herum, sodass ich ganz schnell da wäre, sollte der Anruf kommen. Aber der kam nicht. Mir schoss bei jedem aufweinenden Kind der Puls in die Höhe, selbst wenn gar keins weinte, hörte ich doch ein Phantomweinen, so sehr rechnete ich damit. Die letzten Wochen waren nicht ganz einfach, aber ich wollte einfach, dass der Kleine mit dem besten Gefühl in die KiTa geht. Das ist mir wirklich wichtig.

Und so blieb der Kleine bis zum Essen. Und am nächsten Tag und seit dem jeden Tag. Einfach so.
Und ich war so stolz, erleichtert und wehmütig. Mein großer Junge! Wenn ich ihn abhole, flitzt er durch die Gruppe, grinst mich an und zeigt mir sein Spielzeug. Er grinst und winkt zum Abschied. Das ist großartig.
Er ist dann sehr müde und schläft Zuhause sofort und das für etwa 2 Stunden. Wir haben so einen tollen Rhythmus und das ohne, dass ich etwas dazu beitragen musste. Das war ja auch so ne Sache. als nächstes versuchen wir dann, ob er sich dem Herdentrieb hingibt und auch dort schlafen wird, aber das hat Zeit und wenn es nicht klappt, hole ich ihn weiterhin ab.

Vor zwei Wochen hätte ich niemals gedacht, dass der Kleine jemals bis 11:30 Uhr durchhalten würde. Selbst als er früh wach war oder der Zahn drückte, hielt er durch. Ein ganzes Gebirge kullerte da von meinem Herzen. Ich glaube, er ist eingewöhnt. Und das fühlt sich so gut an.

Ich bin wirklich dankbar, dass die Erzieherin sich so viel Zeit für den Kleinen nahm und ihn so liebevoll und geduldig begleitete. Das ist unbezahlbar.